Alle Ligen. Alle Tore.
Billard mit Kopf und Verstand.
Tischtennis mit Herz und Seele.

Der Sport in Obergurig

Ende des 19.Jahrhunderts war die Zeit zahlreicher Vereinsgründungen.
So gab es um 1900 in Obergurig einen Fahrradverein. Helmut Wollmann war seinerzeit mehrfacher deutscher Meister im Kunstradfahren.
Im Jahre 1896 wurde ein Turnverein „Obergurig und Umgebung“ gegründet. In diesem Turnverein gab es die Sportarten Geräteturnen, Gymnastik und Ringen.
Dieser ist der Vorläufer des heutigen SV Obergurig e.V. der in seiner jetzigen Rechtsform seit 1990 existiert.
Im Jahre 1919 kam eine Spielabteilung dazu, die sich dem Faustballspiel widmete. Zu diesem Zweck musste ein Gelände gepachtet werden, das die Hälfte der sogenannten Insel bildete. Diese lag zwischen Mühlgraben und der Spree. Zeitweise gab es bis zu drei Männermannschaften deren letztes Spiel 1928 stattfand. In den Jahren entwickelte sich landesweit eine neue Spielart, das Handballspiel. Aus der ersten Faustballmannschaft wurde 1926 eine Handballmannschaft gebildet.
Zum Pfingstturnier 1968 konnte die Einweihung des Neubaus des Sportlerheims erfolgen. Damit war auch die Errichtung eines Kleinfeldplatzes verbunden. 1996 wurde an dieser Stelle der Mehrzwecksportplatz eingeweiht, der nun beste Bedingungen für Handball, Volleyball und Basketball ermöglicht.
1988 begann der Neubau der Turnhalle.
Im Jahr der Fertigstellung der Oberguriger Turnhalle 1993 schlossen sich erstmals Frauen aus der Gemeinde zusammen, die bereits das 50. Lebensjahr vollendet haben, um gemeinsam zu turnen. Die „Gymnastikfrauen“ gibt es heute noch.
Die Sektion Billardkegeln wurde 1960 ins Leben gerufen. Bis 1996 befand sich die Spielstätte in der Oberguriger Schule, heute in einem Teil der Turnhalle.

Der Handball in Obergurig

Zur Kirmes 1926 gab es das erste Handballspiel in Obergurig. Dazu musste allerdings erst ein entsprechendes Gelände erworben werden. Schmiedemeister Wirth kaufte dieses Gelände. Die Kaufsumme wurde in vielen Jahresraten durch Mitgliedsbeiträge getilgt.
Der Spielplatz hatte die vorgeschriebene Größe von 100x60m. Es ist unser jetziger Sportplatz.
Diese Sportart wurde von der Jugend in unserem Ort begeistert aufgenommen und bald gab es mehrere Mannschaften. Die Qualität des Spiels nahm ständig zu und so konnten die Mannschaften von Obergurig in den folgenden Jahren wiederholt Kreismeister werden und dann in der Bezirksklasse oder Meisterklasse mitspielen.
Zu Pfingsten 1948 wurde das erste Handballspiel nach dem Krieg durchgeführt. Ab 1949 spielte die erste Mannschaft (Männer) in der Bezirksklasse Ostsachsen.
Die damalige „SG-MAS Obergurig-Mönchswalde“ spielte ab 1950 unter neuem Namen „BSG Stahl Obergurig“, dann ab 1953 unter „BSG Motor Obergurig“ und schließlich 1975 unter "BSG Fortschritt Obergurig".
1966 wurde in Obergurig 14 Tage lang das 40 jährige Bestehen des Handballs mit einem Turnier gefeiert. Das war bis dahin das größte Turnier was in Obergurig je stattgefunden hat.
Die 1970er Jahre waren von erfolgreicher Nachwuchsarbeit geprägt. Die Jugend holte 9mal den Kreismeistertitel und 8-mal den zweiten Platz. Ab 1977 waren auch die Frauenmannschaften wieder stark vertreten.
Der Höhepunkte des 60 jährigen Bestehens des Handballs in Obergurig 1986 waren die Freundschaftsspiele der damaligen Spitzenklubs der DDR. Es handelte sich hier um den DDR-Meister jener Zeit den SC Dynamo Berlin und den Zweitplatzierten SC Magdeburg.
Die Jahre 1989 bis 1991 waren wohl für den Oberguriger Handballsport die schwersten Jahre seit dem Wiederbeginn nach dem zweiten Weltkrieg. Diese waren von der Abwanderung vieler Spieler aufgrund des Zusammenbruchs der DDR geprägt. Die Nachwuchsarbeit brach fast völlig zusammen.
Mit Auflösung von RFT Bautzen kam ein Teil der Spieler nebst Trainer zum SV Obergurig. Ab 1993 wurde wieder verstärkt Nachwuchsarbeit betrieben.




Der Möchswalder Berglauf

Die ursprüngliche Idee einiger Lehrer der Polytechnischen Oberschule in Obergurig war einen Herbstlauf für deren Schüler durchzuführen.
Am 10 Oktober 1988 folgten 22 Läuferinnen und Läufer der Einladung zu einem 6,5km Lauf, der damals noch über den Schafberg bei Blumental zur Mönchswalder Bergbaude führte.
Der Mönchswalder Berglauf war geboren.
Die erste Bergkönigin Bärbel Knaak benötigte 38:25min und erster Bergkönig Heiko Lehmann 25:00min bis zum Ziel.
In den folgenden Jahren änderte sich einiges.
Die Laufstecke wurde auf 3,3km verkürzt und der Lauf auf den dritten Mittwoch im April vorverlegt, um ihn besser als Trainingslauf für weitere sportliche Höhepunkte im Jahr nutzen zu können. Trotz Verkürzung ist die Strecke aber anspruchsvoll. Auf den 3,3km deren Start an der Schule ist und deren Streckenverlauf der Straßenführung nach Wilthen bis zum Jägerhaus und dann zu Baude folgt, müssen 229m Höhenunterschied überwunden werden.
Heute werden für die Laufstrecke zwischen 13 und 15min benötigt. Den aktuellen Streckenrekord hält Uwe Häntsch mit 13:38min.
Mit den Jahren hat sich die Teilnehmerzahl auf inzwischen über 300 enorm erhöht und umfasst alle Altersklassen von Kindergarten bis Ü80. Damit verbunden sind unterschiedliche Zieleinläufe verbunden.

Die Strecken
Bis 6Jahre 400m bis Laden Ehrke (230m üM)
7 bis 10 Jahre 1,5km bis Wanderparkplatz
11-14 Jahre 1,7km bis Buschecke (306m üM)
15-18 Jahre 2,5km bis Jägerhaus (363m üM)
Frauen/Männer 3,3km bis Baude (449m üM)

berglauf.moenchswalde.de


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